BIMI Japan Restaurant

Zürich, den 19.  Februar 2016


Intro

Du kennst das: Es ist Februar, die Temperaturen definitiv nicht T-Shirt tauglich und es entseht Sehnsucht nach wohlig-warmem Comfort-Food. Käsefondue? Lecker, aber nicht sehr figurfreundlich. Zum Glück es gibt eine japanische Alternative: Nabe. Eintöpfe, die auf lodernder Flamme direkt auf dem Tisch serviert werden. Um ein Nabe zu verspeisen, gibt es in Zürich zwar fast keine Anlaufstellen, aber: das Japan-Restaurant BIMI hat eine erfreulich grosse Auswahl an bordelnden Eintöpfen. Aus genau diesem Grund statten wir dem bis auf den letzten Platz besetzten Lokal im Zürcher Seefeld einen Besuch ab.


Japanische Cocktail-Karte im Bimi Japan Restaurant

Dinner

Unserem Verlangen nach sättigenden Speisen folgend bestellen wir:

 

Vorspeise

  • Tori no Karage (frittierte Poulet-Stücke)
  • Gesoten (Tintenfisch-Tempura) 

Hauptgang

  • Chankonabe: Krevetten, Jakobsmuschel, Fisch, Poulet, Yaki-Tofu, Shiitake-Pilze, Shirataki-Nudeln, Gemüse in Miso-Bouillon im Topf gekocht mit Reis
  • Sukiyaki: fein geschnittenes U.S.-Entrecôte, Yakitofu, Shiitake-Pilze, Shirataki-Nudeln, Gemüse in Seetangbouillon im Topf gekocht mit Reis

Dazu genehmigen wir uns ein Kirin.


Von links nach rechts / oben nach unten: Gruss aus der Küche  // Tori no Karage // Gesoten.

 

Geschmackserlebnis

Zu Beginn des Dinners wurde uns ein Gruss aus der Küche geschickt. Die Mélange aus Nudeln und Gemüse war ohne Sojasauce leider recht geschmacksarm. Das Kännchen mit Sojasauce war bereits bei unserer Ankunft fast leer, was einem aufmerksamen Service hätte auffallen sollen. Der Service vermochte uns an diesem Abend ohnehin nicht zu begeistern: die Wartezeit bis der Tisch freigeräumt wurde, war unangenehm lang und das Fleisch zum Sukiyaki wurde erst mit mehreren Minuten Verspätung nachgereicht, da es noch auftauen sollte.

Die frittierten Pouletstücke und das Tintenfischtempura schmeckten uns dafür sehr gut: die Pouletstücke waren schön saftig, die Kruste nicht zu fettig. Der Tintenfisch hatte eine angenehm feine Konsistenz, die Tempurakruste war recht nahe am Original und die dazu gereichte scharfe Sauce passte sehr gut.

Nun zu den Eintöpfen: Das Sukiyaki war in Ordnung, aber für den Preis (39 CHF) hätten wir eine noch feinere Qualität des Fleisches erwartet. Der Geschmack an sich war etwas fader als wir das in Japan gewohnt sind - die Brühe sollte süsser sein. Das Chankonabe hingegen mundete wunderbar, das würde auch den japanischen Sumoringer erfreuen (warum ein Sumoringer Chankonabe isst, erfahren Sie hier).

 

Unten. Links: Sukiyaki (noch ohne Fleisch). Rechts: Chankonabe. Ganz unten: Brodelndes Chankonabe.

Brodelndes Chankonabe.

Fazit

 

An die grosse Auswahl an Speisen, originellen Cocktails und insbesondere Eintöpfen des BIMI kommen andere Lokalitäten nicht so schnell heran. Dies und ein Blick auf die Tische rund um uns wo viel lecker aussehendes Sushi serviert wurde, machen uns Lust darauf, dem Lokal mindestens einen zweiten Besuch abzustatten. Unsere Erfahrung an diesem Abend war gemischt: es gab geschmackliche High- aber auch Lowlights und insbesondere der Service hat uns ein wenig enttäuscht. In jedem Falle aber haben die Eintöpfe unseren Hunger nach wärmenden Winterspeisen gestillt.


Kontakt

  • BIMI Japan Restaurant, Seefeldstrasse 25, 8008 Zürich, http://www.swissbimi.ch/

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