Mitsu - per 29.07.2017 geschlossen

Zürich, 29. Juni 2016


Intro

Als wir hörten, dass die Gründer von Miki's und Ikoo ein neues Pop-Up Restaurant im Izakaya Stil eröffnen würden, war unsere Vorfreude riesig! Und wir wurden nicht enttäuscht. Wie der Besitzer halb schmunzelnd, halb entschuldigend anmerkte, wird zwar noch chinesisches Geschirr benutzt, doch das Menü überzeugt mit authentischster japanischer Cuisine. Das macht einen Besuch im Mitsu zu einem einmaligen Erlebnis in Zürich. Chefkoch Hiroshi Ochiai kann 20 Jahre Erfahrung im berühmten Sala of  Tokyo vorweisen, was man dem raffinierten Gout der Speisen anmerkt. 


 Dinner

Unsere kulinarische Reise begann mit:

  • Tofu mit Himalaya Salz (wird auf dem Bild links zubereitet)
  • Algensalat mit cremiger Tofusauce

Für den Hauptgang probierten wir querbeet:

  • Gemüse Tempura
  • Tofu und Gemüse im Kombu-Algensud
  • Schweinebauch mit Onsen-Ei
  • Entrecôte mit japanischem Pfeffer und terriyaki Sosse

Zum Schluss konnten wir zwei Kugeln Ingwer- und Matcha-Eis nicht wiederstehen.

 

Dem Durst begegneten wir mit einem Ohako Umeshu (Pflaumenwein, 18%).


Geschmackserlebnis

Der Umeshu war frisch, fruchtig und ein perfekter Start in einen Feierabend unter Freundinnen.

 

Während wir mit Anstossen beschäftigt waren, wurde das Tofu in einem Topf auf unserem Tisch erwärmt. Nach 10 Minuten hatte die flüssige Masse eine seidige Konsistenz angenommen. Gekrönt von einer kleinen Portion Himalaya Salz, Frühlingszwiebeln und etwas Sojasauce, kam der natürliche Geschmack des Tofus aufs Köstlichste zum Vorschein. 

Die folgenden Gerichte wurden gemeinsam serviert, so dass die Gäste sie teilen konnten.

 

Der Algensalat mit Tofucreme schmeckte angenehm nussig, war leicht und passte hervorragend zu den dunklen Algen.

 

Die Hauptgänge waren allesamt überzeugend: die Tempura - von der Leichtigkeit mit Frittiertem aus der westlichen Welt nicht zu vergleichen - waren kross und brachten den Geschmack jeder Gemüsesorte hervorragend zur Geltung.

Die dazu gereichte kremige Misobutter war ein echtes Schmankerl.

 

Auch die Tofubrühe war bei uns äusserst beliebt: die dünnen Nüdelchen, die Shiitake, das Tofu und weiteres Gemüse schmeckten wunderbar.

 

Eine wohl kaum anderswo aufzufindene Köstlichkeit war der Schweinbauch: nach 48 Stunden Garzeit war er unglaublich zart. Die dickliche Sauce überrascht den europäischen Gaumen, passt aber hervorragend. Das weich gekochte Onsen Ei rundet das Gericht ab.

 

Als letzten Hauptgang verspeisten wir das fein geschnittene Entrecôte, das, innen leicht rosa, Bekanntschaft mit dem perfekten Garpunkt gemacht zu haben schien. Die Ponzusauce war eine hervorragende Begleitung zum saftigen Fleisch. 

 

Zwei Kugeln Eis, eine Ingwer, eine Matcha (Grünteepulver), beendeten schliesslich unser Dinner. Während das Ingwereis frisch und leicht scharf schmeckte, wies das cremige Matcha-Eis die bekannt leichte Bitterheit auf. 


Fazit

Wir können das Mitsu, das voraussichtlich bis Ende Jahr geöffnet sein wird, aus ganzem Herzen empfehlen. Jeder, der japanische Küche abseits bekannter Pfade und ein einprägsames Geschmackserlebnis sucht, ist hier richtig. Man merkt die Frische der Produkte und das Können des Kochs in jedem Detail.

Wir freuen uns bereits darauf beim nächsten Besuch die noch unentdeckten Highlights der Speisekarte - wie Ginger Beer, gegarten Lachs mit Yuzu Oroshi Ponzu Sauce oder die geschmorten Auberginen - zu erschmecken.

 


Kontakt

  • Mitsu, Bäckerstrasse 37, 8004 Zürich, http://www.mitsumitsu.ch/

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