Sala of Tokyo

Zürich, 27. September 2017


Intro

 Und wieder haben wir etwas Grosses zu Feiern und entscheiden uns dieses Mal für das Sala of Tokyo. Mit seiner Eröffnung im Jahr 1981 ist es das erste Japan-Restaurant der Schweiz. Freilich, der Besitzer hat vor ein paar Jahren gewechselt und das Gebäude wurde jüngst renoviert. Das "davor" haben wir verpasst. Dafür wagen wir uns nun ganz unbefangen an dieses mit 16 Gault-Millau Punkten prämierte kulinarische Erlebnis heran. 


Matcha - der Espresso unter den Grüntees - wird hier frisch zubereitet.
Matcha gerührt mit Chasen ("Schwingbesen" im Hintegrund)

Dinner

Das Kaiseki-Menü, für welches das Sala of Tokyo bekannt ist, lassen wir heute aus. Zu sehr "gluschten" uns einige der Speisen, die sich im à la Carte Menü verstecken: 

  • Oktopus und Avokado an Wasabi-Dressing
  • Moriawase Sashimi (halbe Portion)
  • Aubergine mit süsslichem Miso-Topping
  • Frische Shiitake-Pilze vom Holzkohlengrill mit Ponzu-Sauce 
  • Thunfisch Tataki

Unser Lieblingsgetränk "Umeshu" (Pflaumenwein), ein krönenedes Feierabend-Kirin sowie eine Tasse Matcha zum Abschluss dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen.


Geschmackserlebnis

Zu unserer Freude ist das Sashimi im Sala of Tokyo so ziemlich das frischeste, was wir bis jetzt an Fisch im Raum Zürich probieren durften. Der Oktopus im Avokado-Salat hat eine sehr angenehme Bissfestigkeit, das Wasabi-Dressing hingegen ist sehr dezent. Die ofen-heisse Aubergine hat eine butterzahrte Konsistenz und zergeht einem förmlich auf der Zunge. Auch die Shiitagepilze an der spritzigen Ponzu-Sauce überzeugen. Einzig die kurz gegrillten Thunfischstückchen fallen etwas ab - diese sind klar zu trocken. Dass der Matcha Tee vor unseren Augen zubereitet wird, stimmt uns am Schluss jedoch versöhnlich.


Fazit

Wir schätzen die Authentizität, die uns mit dem kraftvollen "Irasshaimase" schon beim Eintritt in das gemütliche Restaurant entgegengebracht wird ebenso wie die anderen Gäste, die uns spontan in ein spannendes Gespräch verwickelten. Der Service, der an diesem Abend leider zu reaktiv war, fiel so nicht weiter ins Gewicht. Durch unsere Gemüse-lastige Wahl der Speisen, waren wir ausserdem über den nur knapp dreistelligen Rechnungsbetrag positiv überrascht. Einige der Gerichte, insbesondere die Aubergine waren sensorische Highlights und machen Lust auf mehr. Hier werden wir nicht das letzte Mal eingekehrt sein - und würden das nächste Mal den vorderen Teil mit der edlen dunklen Holztäfelung dem etwas kargeren hinteren Raum vorziehen. Auf weitere 46 Jahre Sala of Tokyo!


Kontakt

  • Sala of Tokyo, Limmatstrasse 29, 8005 Zürich https://sala-of-tokyo.ch 

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