Takano City

Zürich, den 28.  April 2016


Intro

Vielleicht ging es Ihnen ja ähnlich wie uns: Auf dem Weg zum Zürcher Hauptbahnhof sind sie schon gefühlte 369 Mal am Japanischen Spezialitätenrestaurant Takano City vorbei gelaufen - aber Sie wissen immer noch nicht was sich hinter dem zentralst gelegenen Lokal mit den hübschen Ess-Atrappen verbirgt.

Wir sind der Sache mit leerem Magen in einem fast leeren Restaurant auf den Grund gegangen - und ziehen ein durchzogenes Fazit.


 Dinner

Um auf unsere mittlerweile über 100 Facebookfans anzustossen gönnen wir uns zur Vorspeise:

  • Umeshu-Champagner (oben rechts)
  • Gyoza (oben links)
  • Verschiedene Sorten Sushi (Rainbow Rolls, Thunfish Nigiri Surfmuschel und Natto Maki)

Zum Hauptgang darf es etwas Zünftiges sein:

  • Gyudon (unten links, dieses Gericht haben wir in folgendem Video selbst nachgekocht)
  • Katsudon (unten rechts, paniertes Schweinefleisch auf Reis überzogen mit aufgeschlagenem Ei)

 Da es sich hierbei um typisch japanische Speisen für den gestressten "Salary-Man" handelt, darf auch ein Kirin nicht fehlen.

 


Originell: Natto Maki - vergorene Sojabohnen, die in Japan gerne zum Frühstück gegessen werden.
Originell: Natto Maki - vergorene Sojabohnen, die in Japan gerne zum Frühstück gegessen werden.

Geschmackserlebnis

Der Umeschu mit Champagner sowie die kross gebratenen Gyoza waren ein gelungener Auftakt zum Dinner.

 

Alle weiteren Speisen waren jedoch eher enttäuschend: der Thunfisch auf dem Nigiri schmeckte fasrig, die Rainbowrolls beinhalteten verräterisch viel Mayonnaise und der pampige Reis war mit echtem Sushi-Reis nicht zu vergleichen. Da war mit einiger Sicherheit kein Japaner am Werk.

 

Die Karte des Takano City ist indes ziemlich umfassend: wir trauten uns daher an Natto Nigiri. Eine anspruchsvolle Angelegenheit, da vergorene Sojabohnen ("Natto") nicht jedermanns Sache sind. Diese kreative Kombination haben wir noch auf keinem anderen Menü gefunden, der mastige Reis verdeckte die kleine Nattoportion in der Mitte des Röllchens jedoch beinahe komplett.

 

Die Hauptgänge waren von einer wässrigen Miso-Suppe und frittierten Garnele begleitet. Während das Gyudon leider nicht kross gebraten war und eine dem Gericht sonst eigene Süsse viel zu überwiegend war, war das Katsudon zumindest solide. Wir gewannen allgemein den Eindruck, dass frittierte Gerichte dem Koch am ehesten liegen.

Beide Hauptspeisen lagen uns danach recht schwer im Magen. Ein solches Gericht alleine wäre zum satt werden ausreichend.


Fazit

Dass das Takano City an einem gewöhnlichen Donnerstag Abend menschenleer ist, ist möglicherweise kein Zufall: die Speisen konnten uns grossteils nicht überzeugen. Sushi gibt es andernorts besser und frischer und die Preise spiegeln eher die Mieten an der Löwenstrasse als die Qualität der Gerichte wieder. Nichtsdestotrotz, für ein kurzes Afterworkbier mit Gyoza an bester Lage zum People-Watching würden wir das Takano City vielleicht wieder besuchen.


Kontakt

  • Japanisches Spezalitätenrestaurant Takano City, Löwenstrasse 29, 8001 Zürich, http://takano.ch

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