Wenn Peru auf Japan trifft: Raw by Adams.

"Nikkei Cuisine", bei welcher japanische Küche mit der peruanischen fusioniert, gibt es nicht erst erst seit gestern. Das funky "Chotto Matte" beispielsweise existiert schon seit Jahren. Tatsächlich schafft es Michael Adams seine Gäste in ein kulinarisches Mekka zu beamen, das man sonst eher in cosmopolitischeren Grosstädten erwarten würde - gewürzt mit der Prise Selbstverständlich, die nur ein echtes Hipsterlokal aufbringen kann.

Intereur des im VIN-TAGE beheimatenen Pop-up Restaurants "Raw by Adams" im Kreis 5.
Charmantes Interieur, das zu den hippen, betont légère gekleideten Gästen passt.

Um in den vollen Genuss des Könnens von Michael Adams zu kommen, empfielt es sich mindestens zu zweit (und mit leerem Magen) am Sonntag Abend - denn nur dann und bis zum 25.3. ist das Restaurant geöffnet - seine Aufwartung zu machen. Dann hat man nämlich die Gelegenheit gleich zwei köstliche Degustationsmenüs zu verkosten. Für 60 bzw. 80 CHF bekommt man sehr viel geboten. Achtung, fertig, Foodporn:

Nikkei Sashimi mit Yellowtail und Yuzu Truffle Sauce in Menü 1 - wird ergänzt durch Beef Tataki mit Zitrus Sauce auf Passionsfrucht in Menü 2.

Gyoza und Oktopus mit Wasserkressesalat gibt es beide im Menü 1.

Sushi Nigiri & Maki Mix - doppelte Portion

Augen- und Gaumenschmaus: Nigiri mit Ceviche verziert sowie mit Avokado und Mango eingehüllte Maki-Rollen.

Mit Miso mariniertes Hühnchen mit Pfeffer und papierdünnem Salat gibt es in beiden Menüs, wie auch das Wolfsbarschfilet mit Aji Amarillo Salsa serviert auf Süsskartoffelpüree.

Exotisch anmutendes Blaukartoffel-Püree gibt es einmal mit knusprigem Schweinebau, wie auch mit Rindsfilet. Beides mit frischer Tomatensalsa und Nashi (japanische Birne - wir sind begeistert!).

Die goldenen Löffel preisen verheissungsvoll das Dessert an.
Vorfreude, schönste Freude!

Kommt Dir der Löffel von irgendwoher bekannt vor? Richtig - aus dem HATO! Am diesem Abend war Patrick (Patty) vom edlen HATO-Restaurant Chef-Patissier im "Raw". Wenn das mal keine Dessert-Präsentation ist? 

Himbeer Panakotta so schön, dass sie als Schmuck durchgehen könnte und eine schokoladig-knusprige Überraschung.

 

Wir können das "Raw by Adams" sehr weiterempfehlen. Der Service war gegen Ende des Abends etwas langsam, doch die Pausen zwischen den Gängen sind sehr zu begrüssen - man will den Sonntagabend schliesslich gediegen genissen! Das Einzige, was wir vermissten, waren japanischer Sake oder Umeshu. Ansonsten lässt die Weinkarte wenig Wünsche offen. Das vielseitige Menü sowieso nicht. Man darf gespannt sein, wo Michael Adams als nächstes seine Zelte in der Schweiz aufschlagen wird. 

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